Projekt in Bearbeitung
Bereits 1952 empfing der Gutshof in der Farny-Villa namhafte Gäste wie Bundespräsident Theodor Heuss und Bundeskanzler Konrad Adenauer.
„So wie einst soll der 1000-jährige Dürren wieder Lebenskraft beweisen.“ – Jörg Leist Okt. 2013
Mit diesen Worten formulierte Jörg Leist bereits 2013 als Vertreter der Bauherrschaft die Vision für die Zukunft des Ortes: Nach den Hotel-
neubauten der Jahre 2015 und 2023 soll künftig auch die historische Villa wieder Teil eines lebendigen, öffentlich zugänglichen Gesamtkomplexes werden.
Mit den geplanten Umbau- und Sanierungsmaßnahmen wird die Farny-Villa zur Erweiterung des bestehenden Hotelkomplexes – ein Ort, der Geschichte bewahrt und zugleich Raum für eine zeitgemäße Nutzung schafft.
Das historische Wohnhaus wird behutsam saniert und in drei Geschossen zu einem eigenständigen Hoteltrakt mit acht Gästezimmern und einem separaten Frühstückssaal entwickelt. Die Umbaumaßnahmen erfolgen unter größtmöglicher Berücksichtigung und Wahrung der bestehenden Tragstruktur. Auch bei der Integration eines neuen Personenaufzugs wird besonderer Wert auf einen schonenden Umgang mit der historischen Bausubstanz und den vorhandenen Innenwänden gelegt.
Prägende Elemente wie die historischen Holz-Innentüren, die Bleiglasfenster mit Kabinettglasscheiben sowie die Holz-Kassettendecke im ehemaligen Herrenzimmer werden bewahrt und als Zeitzeugen in das neue Nutzungskonzept integriert. Die historischen Details verleihen den neu entstehenden Hotelzimmern ihren eigenen Charme.
Ergänzt wird das Raumprogramm durch einen eingeschossigen Anbau im Erdgeschoss. Dieser ersetzt den bestehenden Anbau aus dem Jahr 1953
und fügt sich zurückhaltend in die bestehende Gebäudestruktur ein. Gegenüber der Bestandskubatur ist der neue Baukörper leicht zurückversetzt und wird bewusst mit einer zeitgemäßen Fassadenbekleidung ausgebildet. So entsteht eine eigenständige architektonische Schicht, die den historischen Bestand respektiert, ohne ihn zu imitieren.
Das Gelände wird gegenüber der heutigen Situation geringfügig angehoben. Dadurch wird die Farny-Villa aus ihrer derzeitigen Senkenlage herausgehoben
und in eine angemessene Höhenbeziehung zum bestehenden Hotelkomplex gebracht. Gleichzeitig entsteht eine repräsentative und funktionale Anbindung zwischen den Gebäuden.
